An die Wegwerfgesellschaft.

„Dieselgate“ greift um sich. Nun gibt es Umweltprämien, die alte Diesel ausrotten sollen.

comp_comp_sam_4351aabIch bin Besitzer eines 16 Jahre alten Diesels. Lohnt sich das für mich? Ein Kommentar.

„Ihr alter Diesel wird dann verschrottet“, grinst mich der Verkäufer an.

Ich wache auf.

Ich bekomme Paranoia. Der Dieselskandal verfolgt mich. Ich bin mir da echt sicher. Drei aufeinanderfolgende Abende schaltete ich den Fernseher an – und es lief etwas über „Dieselgate“ und den „VW-Skandal“. Besorgte Besitzer, die ihre Autos natürlich nur comp_comp_SAM_1787aaufgrund des niedrigen Schadstoffausstoßes gekauft haben (und nicht etwa, weil die Leasingraten vielleicht günstig waren oder das Auto wenig verbraucht…), machen sich Sorgen mit ihren Fahrzeugen zur allgemeinen Umweltverschmutzungen beizutragen und schauen (aus Einweg-Coffee-to-go-Bechern trinkend) lächelnd in die Kamera und freuen sich, dass ihre silbernen Leasing-Schlitten sie zum ersten Mal in das Fernsehen gebracht haben. Drei Mal habe ich es mir mit angesehen, weil es spannender war als die Plastikpuppen auf Beate-Uhse-TV. Seitdem lasse ich den Fernseher aus.

Morgens beim Frühstücksei (Nicht mit Fipronil verseucht, unsere Hennen haben mir es versichert) lese ich über den Dieselskandal in der Zeitung und während meiner comp_comp_SAM_1786aPendelfahrt höre ich es im Radio. Jeder, der einen Diesel (womöglich noch einen alten Diesel!) fährt, solle sich was schämen und auch mal an die Umwelt und die gute Luft denken und statt mit dem Diesel lange Reisen doch mit dem Flugzeug oder dem Kreuzfahrtdampfer machen. Der Dieselskandal verfolgt mich auf Schritt und Tritt. Es kann sich nur noch um Stunden handeln, bis ich auf meinem Klopapier „Schon mal an die gute Luft gedacht?“ lese. Ich werde diesel-paranoid. Ich brauche Hilfe. Ich bin genervt.

Oder ist es mein schlechtes Gewissen, dass mich so genervt von der ganzen Sachen erscheinen lässt? Schließlich fahre ich ja einen Diesel. Sogar einen alten Diesel – ohne Partikelfilter. Und dann noch von VW! Mit einer Jahresleistung von über fünfzigtausend Kilometer im Jahr nutze ich den dann auch noch ganz schön viel. 7,8 Tonnen CO2 hat der Wagen auf den letzten 53 000 km ausgestoßen, von Ruß und Stickoxiden ganz zu schweigen. Aber was mache ich denn nun, als armer Student und Pendler? Mir wieder eine Wohnung in der Stadt nehmen und durch die Miete langsam in die Privatinsolvenz rutschen? Meinen Benziner wieder im Alltag reaktivieren und das gleiche Schicksal durch die Spritkosten abwarten? Nein. Es gibt eine Lösung.

Euro-6-Diesel.

Wenn man Autoherstellern und Medien glauben darf, sind Euro-6-Diesel die Lösung. Genau deshalb gibt es inzwischen bei fast allen Marken so genannte „Umweltprämien“. Man bekommt für seinen alten Diesel ein hübsches Sümmchen, wenn man sich für einen Neuwagen oder einen jungen Gebrauchten entscheidet. Für mich käme bei der Kilometerleistung nur ein Diesel wirklich in Frage. Ein E-Auto mag zwar natürlich wesentlich umweltfreundlicher sein, weil der Strom ja nur aus der Steckdose kommt – aber die Reichweite überzeugt mich nicht wirklich.

Um zu schauen, wie ich mein grünes Gewissen mit einem Neuwagen beruhigen kann – und was es mit der Umweltprämie auf sich hat, bin ich mit meinem Diesel zu einem VW-Händler gefahren und habe mich einmal beraten lassen.

„Wie kann ich helfen?“, der Verkäufer in seinem karierten Hemd und seiner perfekt sitzenden Frisur schnüffelte wohl nicht gerade das große Geschäft, als ich nicht besonders schlau guckend um einen Golf in seinem Schauraum herumschlich. „Äh, ich habe einen alten Diesel und hätte gerne einen Neuen. Wegen der Umwelt.“ Ich wurde sofort auf einen gemütlichen Stuhl gesetzt, bekam ein Glas Wasser und das Gespräch begann. Ein Kombi solle es wieder sein, der Passat wäre zu groß, also wäre es ein Golf.

Umweltprämie Golf

So sollte er aussehen. Quelle: Konfigurator VW

Ein kurzes Nachfragen ob ein (ach so sauberer) Benzin-Direkteinspitzer nicht doch was wäre, wurde auf meine Antwort von „50 000 km im Jahr mindestens“ schnell akzeptiert. Ein Golf Variant „Trendline“ sollte es sein, mit dem 1.6 TDI-Motor und dem Fünfganggetriebe. Dazu Klimaanlage, ein paar Airbags mehr, eine Anhängerkupplung, ein Tempomat das Business-Paket, ein Lederlenkrad und eine Lackierung in Tornadorot – damit die Nachbarn nicht merken, dass ich einen neuen Golf Variant habe.

Preis? 27 665,00€. Abzüglich der Umweltprämie von 5000€ wären wir bei 22 665,00€

 

Nicht wenig. Andererseits würde mir keiner 5000€ für meinen alten Stinkediesel mehr geben. Das ist sogar fast das Doppelte von dem, was ich vor knapp über einem Jahr für den Wagen bezahlt habe. Im Gespräch, was denn mit meinem alten Diesel passierencomp_comp_SAM_1788a würde, meinte der Verkäufer ganz trocken grinsend: „Ihr alter Diesel wird dann verschrottet.“ Verschrottet? Ich musste ein wenig schlucken. Vor kurzem hieß es noch „wirtschaftlicher Totalschaden“ und ich wusste nicht, ob er weg sollte oder nicht. Ich fing dann an den Wagen selbstständig zu reparieren, tauschte eine Sicherung und verbrauchte eine halbe Flasche Rostlöser und mein alter, treuer „Harald“ lief wieder wie am ersten Tag – trotz 260 000 Kilometern auf der Uhr und fast sechzehn erlebten Kalenderwechseln. Eigentlich schade, so einen Wagen zu verschrotten, der äußerlich kaum Rost, innerlich die Kilometer auch recht gut weggesteckt hat und technisch in einem wirklich guten Zustand ist. Ich bedankte mich beim Händler mit den Worten: „Ich überlege es mir noch einmal“, setzte mich wieder in meinen Stinkediesel und fuhr in Richtung Heimat.

Ist es wirklich umweltfreundlicher, einen gut funktionierenden Wagen zu verschrotten? Der dank seines Motors sogar ohne Dieselpartikelfilter die grüne Plakette bekommt? Und technisch noch einige Jahre durchhält? Ist es nicht. Der Aufwand des Recyclings meines alten Kombis und der Herstellung des Neuen lassen den Vorteil für die Umwelt schon relativ gering ausfallen. Die AutoBild rechnete in ihrem Artikel: „Klimaschutz: Oldtimer oder Neuwagen“ schon einmal nach, was es für einen Unterschied macht, wenn man sein altes Auto recht lange fährt oder man sich öfter mal für einen neuen Wagen entscheidet – ohne auf das Recycling der alten Autos einzugehen.

Für 22 665€ könnte ich meinen Wagen praktisch runderneuern, der – im Gegensatz zum Neuen – eine bessere Rundumsicht, einfachere Technik und günstigere Ersatzteile hat. Zudem würde ich beim Neuen eine Vollkasko-Versicherung wählen, die wohl deutlichcomp_comp_SAM_0800a teurer werden würde als die Teilkasko meines alten Kombis. Damit wäre der Steuervorteil von gut 120€ im Jahr auch schnell weg. Auf den letzten 53 000 Kilometern habe ich für Reparaturen 321€ ausgegeben und 153€ für Wartung – das waren 474€ in einem Jahr. Gut, nun kann auch mal der Turbolader wirklich kaputt gehen oder ich brauche eine neue Kupplung oder neue Bremsen – der Zahnriemen ist auch mal dran. Bei Reparaturkosten im Jahr im Durchschnitt von 600€ (wenn ich das nun einmal annehme) könnte ich meinen Kombi noch 37,775 Jahre (oder bei einer Jahreskilometerleistung von 50 000 km noch fast 1.9 Millionen Kilometer ) weiter fahren – ohne nun auf Spritkosten, Steuer und Versicherung einzugehen. Klar, der neue Wagen mag vielleicht ruhiger, sicherer und vielleicht auch flotter sein – aber zumindest hat mein alter Klapperkasten keinen Wertverlust mehr.

Natürlich wird mein Golf wahrscheinlich keine siebenunddreißig Jahre mehr halten – und wohl auch insgesamt keine 2 Millionen Kilometer schaffen. Schließlich ist er ja kein Saab und heißt Schneewittchen. Und ich bin als Autofahrer mit einer Jahreskilometerleistung von 50 000 km wohl auch ein Sonderfall Gut, man könnte einen neuen Wagen auch leasen, dazu einen Wartungs- und Versicherungsvertrag abschließen – dann könnte es sich wohl lohnen. Oder, wenn der alte Diesel wirklich aus dem letzten Loch pfeift, nicht mehr benötigt wird und der Kauf eines anderen Autos eh ansteht.

Für mich wäre auch ein Leasing oder eine Finanzierung auch nicht wirklich rentabel. Vier Leasingraten bei meiner Jahreskilometerleistung und ich hätte den Einkaufpreis von Harald ausgegeben – ohne, dass mir das Auto gehört. Deshalb bleibt für mich die „Umweltprämie“, die viel mehr eine „Wirtschaftsprämie“ ist, uninteressant. Ich komme auf lange Sicht gerechnet mit meinem alten Kombi immer noch portemonaieschonender voran. Und auch mein Umweltgewissen ist gar nicht so schlimm, wie ich oben meinte. Ich fahre materialschonend und verhalte mich dazu noch nachhaltig und ressourcenschonend.

Und wenn der Diesel verboten wird? Dann wird es wohl doch Zeit mich von meinem Harald zu trennen. Und Zeit für eine große S-Klasse.

Wenn finanziell untergehen, dann wenigstens mit Stil.

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Über larsdithmarschen

Autoverrückt, restauriert einen Buckelvolvo mit wenig Budget, mag Fotografieren, Tanzen und ist manchmal wohl ein wenig durcheinander. Und mag Norddeutschland.
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18 Antworten zu An die Wegwerfgesellschaft.

  1. Rayman schreibt:

    Lieber Lars,
    danke für diesen Beitrag. Ich bin beileibe kein Fan von Dieseln – nicht erst seit den „Skandalen“ – ich war noch nie einer. Aber es freut mich einfach, dass auch mal jemand anderes vollumfänglich rechnet. So auf eine Fahrzeuglebensdauer hin.Und es freut mich, dass du kritisch über die Leasingkultur schreibst.
    Und du schreibst auch, dass Umweltbewusstsein eher was damit zu tun hat, Material zu pflegen und zu erhalten, statt alle 3 Jahre einen Wagen gemütlich neu zu leasen, den alten gedanklich wegzuschmeißen und brav seine 10.000 Jahreskilometer zu fahren. Hach, dabei geht mir ein Herz auf. Ich fühle mich durch deinen Beitrag irgendwie verstanden.
    Allzeit gute Fahrt mit deinem 16 Jahre alten Wagen! Und selbst wenn die große S-Klasse irgendwann mal ein Thema wird, wird sie in deinen Händen garantiert die bessere Umweltbilanz haben, als der frisch geleaste, vollelektrische VW UP! eines Nachbarn.

    • larsdithmarschen schreibt:

      Hey Rayman,

      vielen Dank für den netten Kommentar!

      Die „Umweltprämie“ für alte Diesel wird für einige Leute halt ein reizendes Angebot sein. Nur für mich nicht. Mein alter Golf rennt noch gut – ein neuer Golf mag besser aussehen, aber wirklich anders fahren wird er auch nicht.

      Ich lebe diese Einstellung nicht nur in Sachen Autos – auch die meisten Möbel in meiner Wohnung sind recycelt und aufgearbeitet. Ein bisschen Ellbogenschmalz und man kann aus „Müll“ ganz tolle Sachen machen. Vielleicht renoviere ich deshalb schon über ein Jahr – dazu kommt noch der Stolz es selbst gemacht zu haben. Lebst du dein Leben denn auch so? 😉

      Schöne Grüße
      Lars

      • Rayman schreibt:

        Freut mich zu hören, dass deine Einstellung zur Erhaltung der Dinge alle Lebensbereiche betrifft. Sehr konsequent. Schön wäre es, wenn das wenigstens unter uns Autoenthusiasten noch viel mehr Verbreitung findet.
        Ich versuche in der Tat, das Leben auch so zu leben. Kleidung zum Beispiel ist auch ein Thema, wo mir einerseits übel wird, wenn ich an die ganze Verschwendung und vermeintliche Kurzlebigkeit denke. Andererseits ist es total einfach etwas zu erhalten, indem mal kurz Nadel und Garn geschwungen werden.

      • larsdithmarschen schreibt:

        Hey Rayman,

        Kleidung ist ja eigentlich gar nicht mein Thema. Aber ich nutze sie auch wirklich so lange, bis mir mehrfach gesagt wird, ich solle sie nicht mehr anziehen – oder sie wirklich auseinander fallen. Einmal habe ich beim Spaziergang eine Schuhsohle verloren – obwohl die Schuhe noch keine zwei Monate alt waren. „Da brauchst du nun ja Neue“ war die Reaktion meiner MItmenschen – ich habe sie noch mit Pattex geklebt ;-).

        Habe auch deine Beiträge über die Aufbereitung der Scheinwerfer deines Mercedes gelesen. VIele Sndere hätten wohl Neue gekauft. Man muss ja nicht alles gleich aufgeben.

        Schöne Grüße
        Lars

  2. Michi Liese schreibt:

    Moin Lars

    Du rechnest so wie ich, am Ende einen Strich drunter und schauen was raus kommt, bzw was man auf den Tisch legen muss, und das obwohl wir Jahrzehnte (bin ein 66er) auseinander sind, eine solche Denke findet man bei deinen Altersgenossen (auch bei Älteren) relativ selten, immer muss es das neueste, beste… sein was die Werbung einem vormacht, ich gehöre zu denen welche ignorant in Sachen Werbung sind, die einzige welche ich mir anschauen ist wenn wenn im wöchentlichen Kreisanzeiger Angebote von Norma, Thomas Phillips, Obi….. & Co drin liegen und dort etwas günstig angeboten wird was auch wirklich gebraucht wird.

    Bin aktuell in der Situation von der Freundin getrennt seit Ende Juli und stelle mein ganzes Haus auf den Kopf, gut was neu sein muss an Baumaterial das kommt aus einem örtlichen Baumarkt, aber seit einigen Monaten habe ich Ebay Kleinanzeigen (nutze ich im Kfz Bereich schon lange) als Markt entdeckt wo man günstig an fast alles kommt was man braucht, Bett für geschenkt, Esszimmerstühle für lau, Schlafzimmerschrank für 60 Euro, Schreibtisch für 30 Euro, Wohnzimmerschrank für 70 Euro, die alten Röhrenfernseher entsorgt (hat mir richtig weh getan, passen aber gewichtsmäßig nicht mehr auf die „neuen“ Möbe)l und Flachbildversionen bei Ebay ersteigert, einen für 36 Euro und einen für 65 Euro.

    Bei mir liegt ds ganze am leider vorhandenen kleinengeldbeutel, sehe das aber auch als Sport den Werbeangeboten ein Schnippchen zu schlagen.

    Weiter so

    Michi

    • larsdithmarschen schreibt:

      Hey Michi,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ich rechne immer unter’m Strich. Das einzige Auto, bei dem ich das nicht gemacht habe, ist der V40. Da ist schon viel Geld reingeflossen – und der darf nun auch bleiben. Der hat sich sein (bisher noch) lebenslanges Wohnrecht erkauft. Von Werbung lasse ich mich auch nicht wirklich beeindrucken. Außer von Angeboten – genauso wie du. Und, ob es wirklich eines ist.

      Ebay-Kleinanzeigen nutze ich auch oft. Ich habe monatelang ein schönes, altes Doppelbett gesucht – und keines gefunden. Habe dann aus der Ausflösung eines Möbelhauses günstig ein paar Möbel abstauben können… und eine Woche später war ein wunderschönes, altes Doppelbett im Nachbarort (2 Kilometer mit dem Auto) zu verschenken. Sollte halt nicht sein. Aber ansonsten sehe ich es auch als Sport, alte Sachen wieder aufzubereiten und nicht wegzuschmeißen. Hast du denn ein großes Haus? Garten- und Baumaterialien findet man ja auch oft echt günstig – und wenn es nur „Bastelreste“ sind. Da bin ich auch froh über meinen Golf Variant. Wenn ich was günstig finde, schmeiß ich es rein und gut ist.

      Mein Geldbeutel ist auch nur mit Kleingeld gefüllt – als Student ohne festes Einkommen und mit vier Autos aber wohl auch kein Wunder. Irgendwo muss man da ja sparen. Nur verstehen viele Leute ja nicht, dass zwischen „Geiz“ und „Sparsamkeit“ ein großer Unterschied ist ;-).

      Schöne Grüße
      Lars

  3. Jürgen schreibt:

    Hallo Lars,

    vor einigen Wochen war ich bei Citroen, um mir ein Angebot für einen C-Elysee einzuholen, der in Deutschland ja überhaupt gar nicht beworben wird. Daher erfuhr ich nur durch Zufall – das Auto stand beim Händler in einer Ecke – dass es den Wagen überhaupt gibt. Er gefiel mir auf Anhieb und mein bisheriger Diesel machte zu dem Zeitpunkt ziemliche Mucken, dass ich ernsthaft einen Neuwagenkauf in Erwägung gezogen habe.

    Ein Termin beim Händler war schnell vereinbart, ein Wunschauto war ebenso schnell konfiguriert. Aber dann ging es los mit den Finanzen: Dieselprämie gab es bei Citroen nicht, ein Rabatt fiel recht gering aus – und ich würde nicht mal meinen alten Diesel in Zahlung geben, den er sowieso nur absolut widerwillig genommen hätte. Irgendwelche Boni von Citroen gab es für den C-Elysee nicht – scheinbar wollen die das (in meinen Augen sehr schöne) Stufenheckmodell in Deutschland nicht verkaufen.

    Ich hab mich dann in die gemütlichen Ledersessel meines 18 Jahre alten Fiat Punto gekuschelt, den klassischen Turbodieselmotor gestartet und die 63 Pferde unter der Motorhaube arbeiten lassen. Während mein Fiat kleine Rußwolken aus dem Auspuff stieß, die eh niemand einatmen kann wie den Feinstaub, der heut bei Dieseln ausgestoßen wird, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich mit dem Neukauf nicht viele Fehler gemacht hätte.

    Ich kam dann zu dem Schluss, dass ich in meinen jetzigen Wagen doch noch ein bisschen Geld investiere und ihn weiterfahre – zumindest bis der TÜV fällig ist – und dann nocheinmal entscheide, ob was anderes herkommt. Aber ich vermute, er bleibt noch eine Weile.

    So ist es ja auch bei anderen Dingen bei mir. Die etwa 45 Jahre alte Küche sollte schon einige Male durch eine neue Küche ersetzt werden, ebenso das 30-jährige Esszimmer oder meine 15 Jahre alten Klamotten, die immer noch gut aussehen. Pflege zahlt sich eben doch aus.

    Gruß Jürgen

    • larsdithmarschen schreibt:

      Hey Jürgen,

      die Geschichte mit dem C-Elysee kenne ich ja. Ich war gestern auch bei Citroen (aus einem anderen Grund) – eine Umweltprämie haben sie bisher immer noch nicht. Obwohl der C4 ja schon ein schöner Wagen ist. Die Sitze fand ich nur ungewöhnlich hart, war glaube ich aber auch irgendso eine Sportversion.

      Pflege zahlt sich wirklich aus (Will ich mal behaupten, außer der Technik pflege ich an meinem Golf Kombi ja nun nicht so viel). Aber wenn ich sehe, wie der Erstbesitzer meiner Zündapp sie über 26 Jahre toll pflegte, dass selbst 43 Jahre später nicht eine Schraube verrostet ist, dann kann ich wirklich sagen – Pflege zahlt sich aus! Deinen Diesel wirst du wahrscheinlich auch noch länger haben, als du es dir ausmalst 😉

      Schöne Grüße
      Lars

  4. Nils schreibt:

    Vielen Dank Lars,
    für Deinen erfrischenden Kommentar zum aktuellen Zeitgeist.

    Ich selber fahre einen bald 26 Jahre alten Audi mit über 300’000 km. Auf der Autobahn verbrauche ich 6,1 bis 6,3 Liter Benzin. Angesichts der Laufleistung und des Alters eine beachtliche Leistung, die heutige Hersteller mit einer 2-Liter-Maschine erstmal ohne teuren Turbo nachmachen sollen.

    Die aktuelle Debatte dreht sich, wie immer, nur um die kleinste Violine der Welt: dem lieben Geld. Im Endeffekt braucht die Automobilindustrie politisierte Maßnahmen wie diese, um weiter Autos produzieren und absetzen zu können. Man beachte doch mal den Fahrzeugbestand alleine in unserem Land! Wieviele Fahrzeuge stehen den bei den Händlern? Wer soll die alle kaufen? Und vor allem: wer soll das alles bezahlen?
    Wenn man sich überlegt, dass ein Golf 2 im Jahre 1990 in der Basisausstattung keine 12’000 Mark gekostet hat, muss man sich doch die Frage stellen, warum ich für so ein Auto heute fast das umgerechnet 4-fache hinblättern soll.
    Ganz einfach: Damit die Arbeiter in den Werken und Zulieferbetrieben weiter arbeiten können. Deswegen sollst Du deine Auto leasen, damit Du alle drei Jahre ein Neues „kaufst“. Danach geht dieses Fahrzeug zu den „jungen Gebrauchten“, der nächste fährt es bis maximal 10 Jahre. Dann ist aber bitte Feierabend. Und dann ist auch Feierabend. Mittlerweile werden Ingenieurbüros damit beschäftigt, ein Teil zu entwickeln, dass ziemlich genau nach 10 Jahren kaputt geht. Geplante Obsoleszenz. Diese Entwicklungskosten lassen ahnen, wie sich der Preis für einen Golf vervierfachen konnte.
    Dann kommen noch Entwicklungskosten für den Innenraumduft, das Geräusch der zuschlagenden Türen und natürlich die Fahrerassistenzsysteme. Wobei letztere ja irgendwo noch eine Daseinsberechtigung haben, nachdem sie ja wirklich dem Menschen dienen. Allerdings frage ich mich, wie man das 1991, als mein Audi in Neckarsulm vom Band lief, nur ohne den ganzen Quatsch ausgehalten hat. 800 km Autobahn ohne Abstandsregelungstempomat! Leben am Limit.

    Ich finde es schade, dass Menschen, die Werte erhalten wollen, sei es ein Auto oder ein Möbelstück, Kleidung oder sonstwas, beinahe schon geringschätzig von der Gesellschaft behandelt werden. Hast was, biste was. Anscheinend zählt nur noch das. Altes Auto: scheiße, altes Handy: scheiße, Klamotten länger als zwei Jahre: scheiße.

    Jetzt soll mir doch mal einer von diesen Schreihälsen aus der Politik mal erklären, wie das mit dem Recycling der Lithium-Ionen-Akkus aus den hochgelobten Elektro-Autos genau abläuft? Ach ja, das Lithium wird in der Beton-Industrie weiterverarbeitet. Ich darf dann in diesem Giftmüll arbeiten und wohnen. Gut, klammern wir das Thema Recycling mal aus. Schauen, wir uns doch mal an, aus was ein modernes technisches Gerät heute so besteht – außer Stahl und Glas und diversen Kunststoffen (werden die nicht teilweise aus Roh-Öl hergestellt, wenn sie nicht gerade hochaufwändig recycelt werden?): Elektronik. Zur Herstellung von hochintegrierten elektronischen Bauteilen,die nach 10 Jahren den Geist aufgeben weil entweder eine Lötstelle zufällig kalt geworden ist oder ein Widerstand (falsch dimensioniert) durchgebrannt ist, benötigen wir seltene Erden. https://de.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden . Die heißen so, weil die selten sind. Klingt komisch- ist aber so. Gut, es werden neue Vorkommen erschlossen, aber muss man eigentlich auf Gedeih und Verderb diesen Planeten ausbeuten, obwohl es eigentlich genügend Fahrzeuge gibt.
    Wie war das in der Kindheit früher? Es gibt erst was Neues, wenn das alte kaputt ist. Und dann haben wir es natürlich kaputt gemacht, weil wir was Neues wollten. So ist es meiner Meinung auch mit den Neuwagenfahrern. Hauptsache alle drei Jahre ein neues Auto vor der Tür, damit man was darstellt im Leben. Ich habe auch einen Fall im Freundeskreis. Die Ehefrau von einem langjährigen Freund setzt sich aus Prinzip in keinen 20 Jahre alten VW, Audi, BMW, was auch immer, Dafür hat sie nicht studiert und hat Kinder bekommen. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass ich mit ihr nicht darüber gesprochen habe, aber das höre ich aus den Gesprächen mit meinem Kumpel.

    Zurück zum Neuwagen und seiner Umweltbilanz. Lassen wir das Recycling weg, die Ausbeutung von Rohstoffen und das gesellschaftliche Thema. Wieviel CO2 bläst man in die Luft bis ein neues Auto produziert wurde? Ich behaupte mal ganz frech: BIS der „Klimarucksack“ des Neuwagens durch seine Produktion, der sich durch den geringeren Schadstoffausstoß „amortisiert“ mit dem höheren Schadstoffausstoß eines Bestandsfahrzeuges ausgeht, kann man aber noch ganz schön lange mit seinem „Stinkediesel“ ohne Partikelfilter (Waren die eigentlich nicht erst der Anlass, warum wir uns über Feinstaub unterhalten mussten?) fahren. Aber damit hat halt niemand Geld verdient außer der Tankwart und der Ersatzteilhändler. Und jetzt stellt euch mal vor: es gibt Leute wie mich, die solche alten Autos auch noch pflegen, damit sie noch älter werden!

    Ich denke, ich habe jetzt genug zum Thema vom Leder gelassen. Ich danke für eure Aufmerksamkeit, eure Zeit (sofern Ihr alles gelesen habt) und dem Blogschreiber für seinen anregen Kommentar.

    Viele Grüße

    Nils (Exil-Holsteiner, seit 30 Jahren im Allgäu)

  5. Nils schreibt:

    Vielen Dank Lars,
    für Deinen erfrischenden Kommentar zum aktuellen Zeitgeist.

    Ich selber fahre einen bald 26 Jahre alten Audi mit über 300’000 km. Auf der Autobahn verbrauche ich 6,1 bis 6,3 Liter Benzin. Angesichts der Laufleistung und des Alters eine beachtliche Leistung, die heutige Hersteller mit einer 2-Liter-Maschine erstmal ohne teuren Turbo nachmachen sollen.

    Die aktuelle Debatte dreht sich, wie immer, nur um die kleinste Violine der Welt: dem lieben Geld. Im Endeffekt braucht die Automobilindustrie politisierte Maßnahmen wie diese, um weiter Autos produzieren und absetzen zu können. Man beachte doch mal den Fahrzeugbestand alleine in unserem Land! Wieviele Fahrzeuge stehen den bei den Händlern? Wer soll die alle kaufen? Und vor allem: wer soll das alles bezahlen?
    Wenn man sich überlegt, dass ein Golf 2 im Jahre 1990 in der Basisausstattung keine 12’000 Mark gekostet hat, muss man sich doch die Frage stellen, warum ich für so ein Auto heute fast das umgerechnet 4-fache hinblättern soll.
    Ganz einfach: Damit die Arbeiter in den Werken und Zulieferbetrieben weiter arbeiten können. Deswegen sollst Du deine Auto leasen, damit Du alle drei Jahre ein Neues „kaufst“. Danach geht dieses Fahrzeug zu den „jungen Gebrauchten“, der nächste fährt es bis maximal 10 Jahre. Dann ist aber bitte Feierabend. Und dann ist auch Feierabend. Mittlerweile werden Ingenieurbüros damit beschäftigt, ein Teil zu entwickeln, dass ziemlich genau nach 10 Jahren kaputt geht. Geplante Obsoleszenz. Diese Entwicklungskosten lassen ahnen, wie sich der Preis für einen Golf vervierfachen konnte.
    Dann kommen noch Entwicklungskosten für den Innenraumduft, das Geräusch der zuschlagenden Türen und natürlich die Fahrerassistenzsysteme. Wobei letztere ja irgendwo noch eine Daseinsberechtigung haben, nachdem sie ja wirklich dem Menschen dienen. Allerdings frage ich mich, wie man das 1991, als mein Audi in Neckarsulm vom Band lief, nur ohne den ganzen Quatsch ausgehalten hat. 800 km Autobahn ohne Abstandsregelungstempomat! Leben am Limit.

    Ich finde es schade, dass Menschen, die Werte erhalten wollen, sei es ein Auto oder ein Möbelstück, Kleidung oder sonstwas, beinahe schon geringschätzig von der Gesellschaft behandelt werden. Hast was, biste was. Anscheinend zählt nur noch das. Altes Auto: scheiße, altes Handy: scheiße, Klamotten länger als zwei Jahre: scheiße.

    Jetzt soll mir doch mal einer von diesen Schreihälsen aus der Politik mal erklären, wie das mit dem Recycling der Lithium-Ionen-Akkus aus den hochgelobten Elektro-Autos genau abläuft? Ach ja, das Lithium wird in der Beton-Industrie weiterverarbeitet. Ich darf dann in diesem Giftmüll arbeiten und wohnen. Gut, klammern wir das Thema Recycling mal aus. Schauen, wir uns doch mal an, aus was ein modernes technisches Gerät heute so besteht – außer Stahl und Glas und diversen Kunststoffen (werden die nicht teilweise aus Roh-Öl hergestellt, wenn sie nicht gerade hochaufwändig recycelt werden?): Elektronik. Zur Herstellung von hochintegrierten elektronischen Bauteilen,die nach 10 Jahren den Geist aufgeben weil entweder eine Lötstelle zufällig kalt geworden ist oder ein Widerstand (falsch dimensioniert) durchgebrannt ist, benötigen wir seltene Erden. https://de.wikipedia.org/wiki/Metalle_der_Seltenen_Erden . Die heißen so, weil die selten sind. Klingt komisch- ist aber so. Gut, es werden neue Vorkommen erschlossen, aber muss man eigentlich auf Gedeih und Verderb diesen Planeten ausbeuten, obwohl es eigentlich genügend Fahrzeuge gibt.
    Wie war das in der Kindheit früher? Es gibt erst was Neues, wenn das alte kaputt ist. Und dann haben wir es natürlich kaputt gemacht, weil wir was Neues wollten. So ist es meiner Meinung auch mit den Neuwagenfahrern. Hauptsache alle drei Jahre ein neues Auto vor der Tür, damit man was darstellt im Leben. Ich habe auch einen Fall im Freundeskreis. Die Ehefrau von einem langjährigen Freund setzt sich aus Prinzip in keinen 20 Jahre alten VW, Audi, BMW, was auch immer, Dafür hat sie nicht studiert und hat Kinder bekommen. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass ich mit ihr nicht darüber gesprochen habe, aber das höre ich aus den Gesprächen mit meinem Kumpel.

    Zurück zum Neuwagen und seiner Umweltbilanz. Lassen wir das Recycling weg, die Ausbeutung von Rohstoffen und das gesellschaftliche Thema. Wieviel CO2 bläst man in die Luft bis ein neues Auto produziert wurde? Ich behaupte mal ganz frech: BIS der „Klimarucksack“ des Neuwagens durch seine Produktion, der sich durch den geringeren Schadstoffausstoß „amortisiert“ mit dem höheren Schadstoffausstoß eines Bestandsfahrzeuges ausgeht, kann man aber noch ganz schön lange mit seinem „Stinkediesel“ ohne Partikelfilter (Waren die eigentlich nicht erst der Anlass, warum wir uns über Feinstaub unterhalten mussten?) fahren. Aber damit hat halt niemand Geld verdient außer der Tankwart und der Ersatzteilhändler. Und jetzt stellt euch mal vor: es gibt Leute wie mich, die solche alten Autos auch noch pflegen, damit sie noch älter werden!

    Ich denke, ich habe jetzt genug zum Thema vom Leder gelassen. Ich danke für eure Aufmerksamkeit, eure Zeit (sofern Ihr alles gelesen habt) und dem Blogschreiber für seinen anregen Kommentar.

    Viele Grüße

    Nils (Exil-Holsteiner, seit 30 Jahren im Allgäu)

    • larsdithmarschen schreibt:

      Hey Nils,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Irgendwie war der hier im Spam-Ordner gelandet. Warum auch immer :-).

      Was für einen Audi fährst du denn? Ich selbst studiere ja „etwas mit Autos“ und weiß genau, wovon du sprichst. Es wird zwar nicht bei durchweg allen Herstellern auf „geplante Obsoleszenz“ entwickelt, aber Überdimensionierung, wie man sie bei alten Autos hat, kostet halt. Die Laufleistung eines W123 mit der Zuverlässigkeit wird man heute kaum noch hinbekommen, ohne, dass der Wagen nachher wirklich teuer sein wird – wenn man die ganzen Sicherausstattungen, die heute vorgeschrieben sind, auch noch haben muss. Und wenn man jahrelang technisch das gleiche Auto baut, kaufen die Leute sich ja auch kein Anderes und die Hersteller gehen pleite – auch ein Grund, warum Volvo die PKW-Sparte in den neunziger Jahren verkaufte.

      Mit der „Gesellschaft“ gebe ich dir recht. Deshalb ja auch der scharf gewählte Titel dieses Beitrags. Mein Handy habe ich seit elf Jahren, meine Klamotten (zum Teil) auch schon recht lange. Als ich meinen Golf kaufte, der mehr Kilometer auf der Uhr hatte, älter war und weniger gut ausgestattet als mein Volvo, den ich vorher im Alltag fuhr, gab es fast einen Aufschrei. „Warum hast du dir nicht etwas Ordentliches gekauft?“ Habe ich doch. Er fährt zuverlässig und günstig – und mehr will ich ja gar nicht. Ein neuer Golf macht das nicht besser.

      Über die Ausbeutung haben wir im Studium auch schon hinreichend gesprochen – und auch hier kann ich dir nur voll und ganz zustimmen. Unser Professor meinte dann nur: „Man muss halt mit seinem Gewissen vereinbaren, ob man für solche Firmen arbeiten möchte“ – er sei aus diesem Grund Professor geworden. Es fängt ja schon bei Aluminium an. Es ist nicht zu einhundertprozent recyclebar – es wird halt aufgebraucht. Und was dann? Der Energieaufwand bei Alu ist auch wesentlich höher als bei Stahl. Zudem hat Stahl eine höhere Zugfestigkeit. Aber Alu ist halt leicht. Und leicht machen ist wichtig…

      Wie lange besitzt du deinen Wagen denn schon? Ich werde auch weiterhin alte Fahrzeuge fahren – gerne auch meinen alten Diesel ohne Rußpartikelfilter (…sind ja auch Verschleißteile). So unterstütze ich kleine Werkstätten und Ersatzteilhändler und bin nicht mehr gebunden zu irgendwelchen Inspektionen beim Vertragshändler – wobei ich das bei meinem schwarzen Volvo mache. Gut, der ist aber nun auch schon vierzehn Jahre alt… In den Niederlanden gab es ja eine zeitlang eine Steuerbefreiung für alte Autos ab 25 Jahren. Das würde ich mir in Deutschland auch wünschen. Es wird nicht funktionieren – die Niederlande hat es ja auch abgeschafft. Aber besser für die Umwelt wäre es alle mal.

      Ich werde mich nun in meinen sechzig Jahre alten Buckelvolvo setzen und ein wenig die Luft verpesten ;-).

      Woher aus Schleswig-Holstein kommst du denn?

      Schöne Grüße in das Allgäu
      Lars

  6. Rayman schreibt:

    Hallo Nils und Lars und all die anderen Menschen hier mit Weitblick,

    es freut mich einerseits sehr, dass sich Leute finden, die aus dem Hamsterrad der Wegwerfgesellschaft erfolgreich ausbrechen. Andererseits frage ich mich, wie kriegen wir denn die berühmte „Ehefrau von einem langjährigen Freund“ aus Nils Kommentar dazu, wahrzunehmen, dass man auch ein Dasein ohne den Autowechsel alle 3 Jahre überleben kann?
    Denn die ließt ja diesen Blog nicht, sondern schaut sich Schminkkurse mit echtem Puder aus den ägyptischen Pharaoengräbern bei YouTube an.

    • Jürgen schreibt:

      Hallo Rayman,

      sie wird es eh nicht glauben, was wir geschrieben haben. Da hat die Gehirnwäsche durch die Medien ja schon gut gewirkt.

      • Rayman schreibt:

        Jep, und vermutlich leider unumkehrbar.

      • larsdithmarschen schreibt:

        Ein Glück können wir zumindest als Vorbild dienen. Mein TDI hat übrigens seit diesem Artikel wieder einige Kilometer sparsam und zuverlässig abgerissen. Nächstes Projekt (von dem ich wohl auch berichtigen werde) – ein sparsamerer Fahrer werden und somit die Spritkosten noch weiter senken…

        …mal sehen, ob ich mich zusammenreißen kann 😉

  7. Alex schreibt:

    Es ist nur ein großer Mischmasch aus Metall, Kunststoff und Glas, und er ist so ans Herz gewachsen, weil man zusammen so manch schöne oder auch brenzlige Situation durchgemacht hat.
    Ich werde mit meinen Kindern noch in die Welt erdieseln und mitten im Nirgendwo im Dachzelt schlafen, bevor man nur noch auf Campingplätzen mit Stromanschluss übernachten kann, um das E-Fahrzeug für die nächste 200km Tagesetappe aufzuladen.
    Du bist ein wahrer Dieselfreund – Folge dir!

    • larsdithmarschen schreibt:

      Hey Alex,

      entschuldige bitte die späte Antwort! Hatte viel um die Ohren.

      Du sprichst wahre Worte! Ich bin auch zum Dieselfreund geworden, auch, wenn der Großteil meines Fuhrparks mit Benzin betrieben wird. Sie sind günstig, sparsam und bringen mich mit einer großen Reichweite überall dorthin, wo ich möchte. Was für einen Diesel fährst du denn?

      Meiner hat mich seit diesem Artikel wieder einige tausend Kilometer begleitet. Absolut problemlos. Um den Diesel „zu retten“ (Naja, zumindest schreib ich drüber…) werde ich in nächster Zeit mal versuchen eine möglichst große Reichweite aus meinem Golf zu bekommen – und somit auch noch Spritkosten zu sparen.

      Mal sehen, wie gut das klappen wird 😉

      Schöne Grüße
      Lars

  8. Pingback: Diesel-Dino vs. Downsizing-Desaster. | Watt'n Schrauber.

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